Immer wieder höre ich von wohlmeinenden männlichen Organisatoren interessanter Konferenzen und Projekte Sätze wie
Wir wissen selbst, dass wir zuwenig Frauen eingeladen haben, und wir arbeiten total hart daran, mehr zu finden.
Das finde ich sehr lobenswert. Wirklich. Und ich hoffe, dass Projekte wie Speakerinnen.org dabei helfen, dass das in Zukunft mehr männlichen Organisatoren besser gelingt. Denn dass eine Schieflage besteht, zeigen die Beispiele, die bei 50 Prozent oder Goldener Medienpimmel gesammelt werden, in einer erschreckenden Deutlichkeit.
Aber. Ich habe darüber nachgedacht, warum es mir selbst bei all meinen Projekten so phänomenal einfach gefallen ist, Frauen zu finden:
- Sammelband Konstruktionsgrammatik I: 8 Autor/innen, davon 3 Frauen (Mein schlechtestes Ergebnis überhaupt!)
- Sammelband Konstruktionsgrammatik II: 15 Autor/innen, davon 7 Frauen
- Sammelband Corpus-based Approaches to Metaphor: 13 Autor/innen, davon 8 Frauen
- Sammelband Corpora in Cognitive Linguistics: 10 Autor/innen, davon 6 Frauen
- Konferenz der Deutschen Gesellschaft für Kognitive Linguistik 2010: 5 Keynotes, davon drei von Frauen.
- Sammelband Variation and Change in the Encoding of Motion Events: 13 Autor/innen, davon 8 Frauen
Die Lösung: Ich habe es überhaupt nicht versucht. Ich habe einfach die Menschen angesprochen, die ich gerne dabei haben wollte.
Und daraus folgt eine einfache Erkenntnis: Wenn ihr die Frauen in dem Moment verzweifelt suchen müsst, wenn ihr eine Konferenz oder ein anderes Projekt plant, dann lebt ihr euer Leben falsch.
Denn wenn ihr es richtig leben würdet, würdet ihr jeden Tag mit Frauen über eure Themen sprechen und dann müsstet ihr gar nicht groß nachdenken, wenn ihr Frauen für Projekte sucht.
Also: Arbeitet an eurem Problembewusstsein. Arbeitet von mir aus auch an euren Suchstrategien. Aber arbeitet vor allem an eurem Leben.
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1. JA! DAS! 2. Kleine Einschränkung: Linguistik, zumindest aus meiner eigenen Studienerfahrung, hat nun wirklich keinen...
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